Sonntag, 11. Mai 2014

Waldmeister-Bettstroh

Jetzt bedeckt der Waldmeister wieder den Boden der heimischen Wälder und verströmt seinen typischen Duft. Doch erst beim welken entfaltet sich der köstliche Waldmeistergeruch. Ein mit getrocknetem Waldmeister gefülltes Duftsäckchen hält Motten fern und schmeichelt der Nase. Der liebliche Duft verbreitet eine heitere Stimmung, daher war der Waldmeister eines der Kräuter, die in früheren Zeiten unter dem Namen „Frauen Bettstroh“ oder "Maria Bettstroh" bekannt waren. Die mit Stroh gefüllten Matratzen wurden mit frischen Kräutern angereichert. Die duftenden Kräuter beruhigten die Mütter und die Neugeborenen und förderten so das Wohlbefinden. Die ätherischen Öle wirkten zudem antiseptisch. Da ich im August mein erstes Enkelkind erwarte, pflücke ich noch etwas mehr Waldmeister, um ihn zu trocknen und dann zusammen mit anderen Kräutern in ein Kissen zu füllen. 

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